Ausflugsziele in Nordfriesland
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Friedrichstadt Das im 17. Jahrhundert von Holländern erbaute Friedrichstadt ist eine idyllische Kleinstadt zwischen Eider und Treene im Ferienkreis Nordfriesland (Schleswig-Holstein). Das Städtchen ist voller Zeugnisse seiner holländischen Vergangenheit: historische Bauten und malerische Grachten durchziehen die Altstadt. Bedingt durch die Nähe zur Nordsee (10 km) verfügt Friedrichstadt über ein ausgezeichnetes Heilklima: die jodhaltige Meeresluft hat einen hohen therapeutischen Wert bei Beschwerden im Bereich der Atemwege. Friedrichstadt ist besonders im Winter eine Oase der Ruhe: lange Spaziergänge in der Marsch, an der nahen Küste und im Wald bieten sich an. Bei längerem Frostwetter ist Friedrichstadt ein Paradies für Schlittschuhläufer. Man kann dann auf den Grachten die ganze Stadt erkunden oder auf der Treene weite Wanderungen per Schlittschuh unternehmen. Die natürliche Lage zwischen zwei Flüssen und die Nähe der Nordsee ermöglichen viele Wassersportarten, u.a. Segeln, Surfen, Kanu- und Kajakwandern. Die Treene ist ein idealer Platz für Sportangler. Hochsee-Angelfahrten sind möglich. Freizeiteinrichtungen und Veranstaltungen wie Baden im sauberen Treene-Flußbad, Wandern (auch mit Fahrrad), Tennis, traditionelle Vereinsfeste, Fahrten mit dem Motorschiff auf der Treene garantieren einen erholsamen und abwechselungsreichen Urlaub. Tagesausflüge an die Nord- und Ostseeküste, zur Halligwelt (Nationalpark Wattenmeer "Wattforum" Tönnig), nach Sylt, Dänemark, Helgoland, bekannte Badeorte wie St. Peter-Ording und Büsum mit ihren Meerwasserwellenbädern erreicht man in ca. 30 - 40 Autominuten. Zum nächsten Hallenbad in Husem sind es 15 km. Struckum Im Herzen Nordfrieslands liegt 10 km nördlich von Husum das Dorf Struckum (800 Einwohner), das sich mit seinen reetdachgedeckten Ferienhäusern und der alten Windmühle "Fortuna" noch viel von seinem ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Zum Seedeich (Badestelle Lüttmoorsiel) sind es durch das neueingedeichte Naturschutzgebiet Beltringharder Koog nur 8 km. Die Marschköge mit ihren versteckten Einzelhöfen sind Radfahrland par excellence (Fahrradverleih). Windsurfern bieten sich auf der Nordsee beste Sportmöglichkeiten. Die endlosen Deiche an der Nordsee (6 km entfernt) und die urwüchsige friesische Landschaft laden zu Wanderungen ein. Das Meeresklima ist besonders heilwirksam bei Erkältungskrankheiten. Zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten garantieren einen abwechselungsreichen Urlaub. Hier eine kleine Auswahl: Von Schlüttsiel und Dagebüll mit dem Schiff zu den Inseln und Halligen im Nationalpark Wattenmeer, mit dem Auto nach Nordstrand, Eiderstedt, Sylt, Dänemark und Husum, der Stadt Theodor Storms. Husum Husum wird 1252 als Husembro (Brücke an den Häusern) erstmals urkundlich erwähnt. Durch die große Sturmflut im Jahre 1362 (Grote Mandränke), die eine schiffbare Verbindung des Tals der Mühlenau mit dem Meer schuf, wurde Husum zur Küstenstadt und entwickelte sich bald zu einem bedeutenden Umschlaghafen. Der Seehandel und das 1465 verliehene Marktrecht bedingten den wirtschaftlichen Aufstieg Husums. Auf Anordnung des dänischen Königs Friedrich I., unter dessen Verwaltungshoheit sich Husum seinerzeit befand, wurden 1526 nach Errichtung von Zingeldamm und Zingelschleuse Teile der Hafenbebauung abgerissen, um einen Stapelplatz - die heutige Schiffsbrücke - zu ermöglichen. Die große Sturmflut von 1634 war im wesentlichen verantwortlich für die folgende wirtschaftliche Stagnation Husums: sie vernichtete einen großen Teil der Insel Strand (heute: Nordstrand) und damit die Kornkammer Husums. Zu dieser Entwicklung trug auch die zunehmende Konkurrenz der Hafenstädte Tönning und Friedrichsstadt sowie die Kriege des 17. und frühen 18. Jahrhunderts bei. 1807 wurde die dreischiffige Kirche, die im 15. Jahrhundert erbaut worden und eine der größten des ganzen Landes war, wegen Baufälligkeit abgerissen. An ihrer Stelle errichtete der Baumeister C. F. Hansen 1829/39 die heutige, streng klassizistische Marienkirche. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Viehhandel mehr und mehr zur wirtschaftlichen Basis Husums. Auf dem Gelände nördlich des Schloßgartens, auf dem sich heute die Kreisverwaltung befindet, wurden große Viehmärkte abgehalten. Die Straße Neustadt bestand fast ausschließlich aus Gasthäusern mit rückwärtigen Stallanlagen. Um den steigenden Anforderungen, die sich aus dieser wirtschaftlichen Erholung ergaben, zu genügen, wurde der Hafen ausgebaut. Nach Anschluß an das Eisenbahnnetz (1852 durch die Linie Flensburg - Tönning, 1888 durch die Marschenbahn Tondern - Hamburg) wurde Husum endgültig zu einem Zentrum des norddeutschen Viehhandels. Seit dieser Zeit nahm die Einwohnerzahl der Stadt kontinuierlich zu. Als Folge davon dehnte sich Husum seit den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts vor allem in nördlicher Richtung aus, da der Porrenkoog im Westen und das Tal der Mühlenau im Süden natürliche Besiedlungsgrenzen bildeten. 1938 wurde der südlich angrenzende Ort Rödemis eingemeindet. Nach dem Krieg hat sich die Bevölkerungszahl Husums zunächst durch den Zuzug von Flüchtlingen nahezu verdoppelt, um sich in den Folgejahrzehnten - auch durch Abwanderung in die Umlandgemeinden - bei ca. 23.000 Einwohnern einzupendeln. Husum ist heute Kreisstadt des 1971 aus den damaligen Kreisen Eiderstedt, Husum und Südtondern zusammengeschlossenen Kreises Nordfriesland und Mittelzentrum mit einem Einzugsbereich von ca. 100.000 Einwohnern. St. Peter-Ording Bekannt ist St.Peter-Ording durch die längste Vorlandbrücke an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins. 1015 Meter weit spannt sie sich im Ortsteil Bad von der Bühne auf ihren Stelzen über schützenswerte Salzwiesen. Die seltenen Salzwiesen gehören zur Zone 1, das übrige Vorland zur Zone 2 und die Sanddünen zur Zone 3 unseres schleswig-holsteinischen Nationalparkes Wattenmeer. In St. Peter-Ording findet man alle drei typischen, schützenswerten Zonen vor. Dazu kommt noch ein sehr seltenes Brutgebiet des Sandregenpfeifers und der Zwergseeschwalbe. Das Gebiet des Nationalparkes beginnt 150 Meter seewärts von der Deichkrone aus gesehen. Westerhever Die Naturschutzstation Westerhever-Sand besteht seit 1975 und wird ganzjährig von zwei Zivildienstleistenden betreut.
Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in naturkundlichen Projekten. Es werden Kartierungen von Wattlebewesen und
Salzwiesenpflanzen sowie Zählungen zur Erforschung von Brut- und Zugvögeln durchgeführt. Außerdem ist das Zentrum mit
der Gebietsbetreuung des umliegenden Nationalparks beauftragt. Von Frühjahr bis Herbst wird durch ein umfang- sowie
abwechslungsreiches Führungsprogramm den Gästen des Nationalparks "Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer" einen Einstieg
in den ebenso komplexen wie interessanten Lebensraum Wattenmeer mit seiner reichen Pflanzen- und Tierwelt vermitteln. Sylt Der Syltunerfahrene kennt die Insel von Erzählungen und weiß, dass sie schön sein muss. Aber sie ist nicht nur schön, sondern auch unheimlich interessant. Man muss sich ein wenig auf die sylterfriesische Geschichte, auf die Sagen und Anekdoten, aber auch auf die politische Geschichte der Sylterfriesen einlassen, um alles hier besser zu verstehen. Eigentlich gar nichts Besonderes. Darüber hinaus finden sich heute, vor dem Hintergrund des gewachsenen Umweltbewusstseins, Kleinodien besonderer Art. Dies nicht nur auf Sylt, sondern vielmehr in der ganzen Umgebung der Insel. Umgebung meint hier die Nachbarinseln, die Halligen und das Wattenmeer. Der Syltunerfahrene weiß von Kampen und Westerland und davon, dass hier das große Geld sitzt oder der Nacktbadestrand. Er sieht vor Ort aber fast unerwartet auch ein anderes Sylt, ein sozusagen normales. Selbst die Treber haben schon bis hierher gefunden. Wer Sylt einmal außerhalb der Saison besucht - etwa im Winter -, der sieht auch das bedrückende Bild reihenweise geschlossener Fensterläden der Ferienwohnungen. Kampen im Winter ist eine tote Stadt. Davon aber abgesehen kann ein Winteraufenthalt auf Sylt - die richtige Kleidung vorausgesetzt - ein prägendes Erlebnis sein. Nur wenige Kurgäste trifft man zu dieser Jahreszeit, kaum gewöhnliche Touristen. Die Luft ist klarer als zu jeder anderen Zeit. Und wer Stille sucht, ist im Januar oder Februar hier genau richtig. Aber wer sucht heutzutage schon Stille... Es sollte vielleicht kurz der Begriff sylterfriesisch erklärt werden. Die Friesen stammen ursprünglich aus der Gegend der heutigen Niederlande. Seit der endgültigen Abtrennung der Insel vom Festland hat sich die friesische Eigenart auf dem Festland und auf den Inseln jeweils sehr eigen entwickelt, was sich auch in einem eigenen Kfz-Kennzeichen, NF für Nordfriesland, ausdrückt. Die Friesen auf Sylt nennen sich dem gemäß schon seit einiger Zeit die Sylterfriesen. Schloß Gottorf / Haithabu Größte Schloßanlage Schleswig-Holsteins, ab 1544 Hauptresidenz der Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf, seit 1947 Sitz der Landesmuseen. Höhepunkte der Sammlungen: Die Gotische Halle mit kirchlicher Kunst des Mittelalters, Gemälde von Lucas Cranach, Schatzkammer des Mittelalters, Schloßkapelle und Hirschsaal der Renaissance, Kunsthandwerk von der Renaissance bis zum Klassizismus, Volkskunst, niederländische und norddeutsche Gemälde sowie persische Kunst des 17. Jh., Rokoko-Abteilung mit der Fayence-Sammlung Axel Springer, Galerie des 19. Jh. mit Gemälden des "Goldenen Zeitalters" Dänemarks, Jugendstil-Abteilung, Stiftung und Sammlung Rolf Horn und Sammlung Hermann Gerlinger mit Werken des deutschen Expressionismus ("Brücke", Rohlfs, Nolde, Kokoschka, Barlach, Tappert), Kunst der Gegenwart. Im Umfeld des Schlosses der Skulpturenpark und der wiedererstehende Barockgarten mit einer monumentalen Herkulesgruppe. Schloß Gottorf Das Museum ist der Archäologie und Geschichte des bedeutenden wikingerzeitlichen Siedlungsplatzes Haithabu gewidmet. Die Siedlung, ihre Bauwerke und Befestigungsanlagen werden in Rekonstruktionen und Modellen dargestellt. Funde zu den Themenbereichen Haushalt und Wohnen, Ernährung, Bekleidung und Schmuck vermitteln eine Vorstellung vom Alltagsleben. Heidnische und christliche Religion, Bestattungssitten, Runensteine und Schrift sind weitere Themen. Handwerk und Handel sowie die Stadtentwicklung von Haithabu und Schleswig bilden Schwerpunkte der Präsentation. In der Schiffshalle wird das Langschiff vor den Augen der Besucher wieder aufgebaut. Das Wikinger Museum Haithabu ist Teil des Archäologischen Landesmuseums - Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloß Gottorf. Wikinger Museum Haithabu Nordfriesische Halligen Die Halligen sind ein Teil der einmaligen Kulturlandschaft des nordfriesischen Wattenmeeres an der Westküste des Landes Schleswig-Holstein ganz im Norden Deutschlands. Auf Landkarten mit kleinem Maßstab sind die Halligen gar nicht verzeichnet. Auf Landkarten ab dem Maßstab 1:200.000 findet man die zehn Halligen. Sie liegen zwischen den Inseln Sylt, Amrum und Föhr im Norden und der Halbinsel Eiderstedt im Süden. Die sechs ganzjährig bewohnten Halligen sind Langeneß, Hooge, Oland, Nordstrandischmoor, Gröde und Habel nur zeitweise bewohnt sind die Hamburger Hallig, Südfall, Süderoog und Norderoog. Die Bedeutung des Wortes Hallig leitet sich her von 'hall'. Hall heißt salzig und deutsche Städtenamen, die an Salzminen liegen, enthalten den gleichen Wortstamm, wie Bad Reichenhall oder Schwäbisch Hall. Hall heißt aber auch niedrig, trocken. Deshalb kann das Wort Hallig nur etwas umständlich umschrieben werden mit "salziges, niedrig gelegenes Land, was trocken ist". Entstanden sind die Halligen auf den Resten eines ehemaligen Festlandes, was sich weit in die Nordsee erstreckte. Kulturspuren im Watt belegen das. Verheerende Sturmfluten, insbesondere die große "Mann-dränke" von 1362, zerstörten das Land und machten es zum Spiel von Ebbe und Flut. Da sich unter dem heutigen Halligboden ebenfalls Kulturspuren befinden, liegt die Schlussfolgerung nahe, dass die Halligen durch Bewuchs und Sedimentablagerungen erst im letzten Jahrtausend 'gewachsen' sind. Weitere große Sturmfluten in den Jahren 1634 und 1825 haben den Halligen stark zugesetzt. Erst um die Jahrhundertwende wurden die Uferböschungen der Halligen befestigt. Die letzte große Flut im Jahr 1962 zerstörte noch mal viele Häuser und nur mit staatlicher Hilfe gelang ein Bauprogramm, mit dem beschädigte Häuser wieder aufgebaut werden konnten. Aus einer Seefahrer- und Fischertradition der Männer, einer land- und hauswirtschaftlicher Betätigung der Frauen hat sich in den letzten vierzig Jahren eine Orientierung hin zum Tourismus entwickelt. Viel Geduld und Einfühlungsvermögen für den einmaligen Kulturraum sind nötig, um einerseits Natur- und Umwelt zu bewahren und andererseits touristische Wünsche und Notwendigkeiten zu erfüllen. Nolde Museum Das international wohl bekannteste Museumshaus des Bundeslandes steht ganz im Nordwesten im Kreis Nordfriesland, nur wenige Minuten von der dänischen Grenze entfernt. 1926 erwarb der Maler Emil Nolde eine alte Warft und den benachbarten Bauernhof - diesen nannte er "Seebüllhof", sein selbst entworfenes Atelierhaus "Seebüll". Das eigenwillig gestaltete Gebäude wurde 1937 vollendet. Im Obergeschoß befand sich der "Bildersaal", in dem Nolde seine Gemälde in zwei Reihen übereinander stellte und hängte - ähnlich, wie es noch heute in jährlich wechselnden Ausstellungen gehalten wird. Nach seinem Tod 1956 wurden Haus und Garten als "Stiftung Ada und Emil Nolde" öffentlich zugänglich.
25 927 Seebüll Nissenhaus Das Nordfriesische Museum in Husum stellt - der Absicht seines Stifters, des Auswanderers Ludwig Nissen (1855 Husum-New York 1924) folgend, die Besonderheiten der heimischen Küstenlandschaft und die Kultur ihrer Bewohner umfassend und allgemeinverständlich dar. Das Haus bietet einen in Originalgröße wiederaufgebauten mittelalterlichen Stackdeich und das Funktionsmodell des Eidersperrwerks (1972). Daneben stehen Naturkunde und Geologie, volkskundliche Sammlungen sowie Ausstellungen zur Kulturgeschichte und Kunst der Küstenbewohner. Modelle sämtlicher Haustypen, Friesische Stuben, Mobiliar und Hausgerät, Handwerk, Volkskunst, Kunstgewerbe und die Bilderwelt friesischer Maler seit dem 18. Jh. geben Einblick in die kulturelle Entwicklung der Westküste. Die vielfältigen Ausstellungen zeigen verschiedene Werkstätten und Stubeneinrichtungen, die Trachten und Alltagskultur auf den Inseln und Halligen, in der Marsch und auf der Geest. Landschaft und Natur Nordfrieslands mit Wattenmeer, Inseln, Halligen und Marsch, Sturmflut, und Deichbau offenbaren die ungewöhnlichen Lebensbedingungen der Friesen. Die heimische Tier- und Pflanzenwelt sowie die internationale Bedeutung des Wattenmeeres werden im ostatlantischen Vogelzug von Afrika bis zur Arktis deutlich. Der Übersee-Auswanderung aus Schleswig-Holstein sowie der Stadtgeschichte Husums sind gesonderte Abteilungen gewidmet. Schließlich öffnen die umfangreichen Kunstsammlungen den Blick über das regionale und europäische Umfeld hinaus nach Übersee, den Zielgebieten vieler tausend Auswanderer, deren Beweggründe und Lebensschicksale eingehend gewürdigt werden.
Herzog-Adolf-Straße 25 (am Bahnhof) |
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